Wie kann man Denken üben?
Inzwischen sollte bekannt sein, dass Denken auch eine Praxis ist und somit etwas Trainierbares darstellt. Das heißt, dass wir unsere „grauen Zellen“ ständig in Bewegung halten sollten, um deren Funktionsfähigkeit zu gewährleisten und im besten Fall sogar zu steigern. Nun stellt sich die Frage, wie wir am besten unsere Denkfähigkeit üben und verbessern können.
Die Struktur unseres Denkens besteht bekanntlich aus Form und Inhalt. Lange Zeit rühmten sich Menschen mit der Quantität ihres Wissens, dass sie in vortechnischen Zeiten mühevoll in Erfahrung bringen mussten. Doch sollte man eigentlich schon mit Sokrates verstanden haben, dass man durch die Vergrößerung des Wissens auch die Menge des Nichtwissens vermehrt. Denksport ist in quantitativer Hinsicht nicht förderlich, vor allem wenn man bedenkt, dass heutzutage jedermann mit einem internetfähigen Handy Zugriff auf mehr Wissen hat, als je in einem Menschen gespeichert werden könnte. Darum ist es relativ sinnlos, seine mentalen Fähigkeiten zu trainieren, indem man sich möglichst viel Wissen aneignet. Dinge die jeden Tag getan oder gemacht werden müssen, fallen aber nicht in diese Kategorie, da es höchstwahrscheinlich sehr umständlich wäre, jeden Tag Wikipedia aufzurufen, nur um zu erfahren, wie man sich die Zähne putzt.
Denksport muss aus diesem Grund als Steigerung der mentalen Qualität durchgeführt werden. Dies lässt sich am besten durch Logiktrainer aller Art oder auch Zahlenrätsel, wie die inzwischen äußerst beliebten Sudokus, bewerkstelligen. Dabei wird die Struktur des Denkens trainiert und verbessert und diese Struktur lässt sich mit jedem beliebigen Inhalt füllen. Damit sollte wiederum klar sein, warum eine Verbesserung der Qualität im Denken anzustreben ist und nicht eine möglichst große Quantität des Wissens.
Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Januar 2010 | Autor: wh
Schlagwörter: Denken Wissen Logiktrainer Sudoku Sokrates